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Ohne Wertschätzung geht es nicht - auch in der Fortbildung

„Ein wertschätzender Umgang miteinander fördert Motivation und Gesundheit unserer Beschäftigten gleichermaßen. Damit ist Wertschätzung ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg unserer Arbeit - in Staat und Verwaltung.“ (Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im BMI). Auch dieses Zitat zeigt: Ohne Wertschätzung geht es nicht.

Bild Wertschätzung

Zum Demografiegipfel am 16. März 2017 haben die im Rahmen der Demografiestrategie der Bundesregierung seit 2012 tätigen insgesamt zehn Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse vorgestellt. Die Berichte fassen die seit dem ersten Zwischenbericht zum Demografiegipfel 2013 und 'Strategiekongress Demografie 2015' erzielten (Zwischen-) Ergebnisse zusammen und enthalten Vorschläge und Maßnahmen zum weiteren Vorgehen.

Die Arbeitsgruppe „Der öffentliche Dienst als attraktiver und moderner Arbeitgeber“ mit fünf verschiedenen Unterarbeitsgruppen und einer Ressortarbeitsgruppe hat praxisorientierte Handlungshilfen für (öffentliche) Arbeitgeber ausgearbeitet.
Dabei hat die Unterarbeitsgruppe „Arbeitsfähigkeit sichern“ im März 2017 als Praxishilfe ein Eckpunktepapier vorgestellt.

Angesichts der Bedeutung des Themas „Wertschätzung" für die erfolgreiche und kooperative Gestaltung der Arbeitsbeziehungen hat auch die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung (BAköV) - diesen elementaren Baustein schon seit einiger Zeit in Führungsseminaren (z. B. in „Aktivierend führen“), aber auch im Bereich des Verhaltenstrainings und der Personalentwicklung, aufgegriffen und in ihrem Angebot Rechnung getragen.

FÜHRUNGSFORTBILDUNG

So gibt es hier insbesondere Veranstaltungen, in denen „Wertschätzung“ einen gesonderten inhaltlichen Schwerpunkt bildet wie:

Denn Führungskräfte müssen stärker als je zuvor ihren Mitarbeitenden Sinn vermitteln, Aufgaben klar definieren, Mitarbeitende an neue Aufgaben heranführen, motivieren und Vorbild sein. Deshalb muss die Führungskräftefortbildung - neben der unerlässlichen Vermittlung von Fach- und Spezialwissen - mehr denn je die Stärkung von übergreifenden Schlüsselkompetenzen, insbesondere Kommunikations- und Sozialkompetenzen, zum Ziel haben.

Zukunftsorientierte Fortbildung vermittelt deshalb das veränderungsförderliche Führungsverhalten, beobachtet aktuelle Entwicklungen und greift sie auf. Neben der eigenen Bereitschaft zu organisatorischen und rechtlichen Veränderungen müssen Führungskräfte in der Lage sein, bevorstehende Veränderungen aktiv mitzutragen und überzeugend zu kommunizieren. In diesem Zusammenhang heißt es Sinn und Orientierung zu vermitteln, um Krisen, Konflikte und Widerstände bewältigen zu können.

Hinzukommen muss die Fähigkeit in Veränderungsprozessen strategisch denken und planen zu können und dabei zugleich in der Lage zu sein, die Mitarbeitenden in diesem Prozess einzubeziehen bzw. einzubinden, um vorhandene Ressourcen und Potentiale optimal zu nutzen. Dabei kommt nicht zuletzt dem Aspekt wertschätzender Führung eine entscheidende Bedeutung zu. Denn wer diese Wertschätzung nicht glaubhaft vermitteln kann, wird bei hochqualifizierten und gebildeten Mitarbeitenden keine angemessene Resonanz finden.

Die BAköV trägt diesen gestiegenen und einem stetigen Wandel unterliegenden Anforderungen an die Kompetenz der Führungskräfte in der inhaltlichen und konzeptionellen Gestaltung ihres Fortbildungsangebotes Rechnung. Dies betrifft die Standardführungsseminare (z. B. das drei-modulige Seminar "Führung kompakt"), insbesondere aber auch die Schulungen zu speziellen Führungsthemen wie z. B.:

VERHALTENSFORTBILDUNG - Kommunikation und Kooperation


Die Förderung "direkter Kommunikation" (vgl. dazu Eckpunktepapier - Handlungsansatz "2. Direkte Kommunikation - untereinander und im Verhältnis zu Vorgesetzten") ist ein Kernelement nahezu aller 17 Seminartypen der LG 4 aus dem Bereich "Kommunikation und Kooperation".

  • Für Führungskräfte wie Mitarbeitende bietet die BAköV zum Handlungsansatz 3. "Besprechungsgestaltung auf den Prüfstand" spezielle Seminare z. B. zum Thema "Besprechungen leiten". Denn deren Gestaltung kann ein ganz wesentlicher Beitrag zu einer Kultur der Wertschätzung sein, indem Themen und Anliegen der Mitarbeitenden auf die Tagesordnung aufgenommen und die Themen mit einem konkreten Ergebnis finalisiert werden.
  • Die Gefahr der "Vereinzelung" (vgl. Eckpunktepapier - Handlungsansatz "6. Vereinzelung vermeiden - personenkontaktreiche Formen der Arbeitsorganisation erhalten") auch und gerade angesichts der Realitäten vielfältiger Modelle an unterschiedlichen Arbeitszeiten und -orte nimmt unter anderem das ab 2018 neu aufgenommene Seminar "Kommunikation und Zusammenarbeit über räumliche Distanz" in den Blick. Ziel ist hier nicht nur die effektive Gestaltung der "neuen Arbeitsformen", sondern vor allem auch die Verbesserung der Kommunikations- und Informationsprozesse über die räumliche Distanz.

PERSONALENTWICKLUNG - Gesundheitsmanagement

Ein zentraler Baustein zur Umsetzung der Wertschätzung in der Arbeitswirklichkeit ist weiterhin das Behördliche Gesundheitsmanagement (BGM) und als dessen (verpflichtendes) Element auch das "Betriebliche/ behördliche Eingliederungsmanagement (BEM)" (vgl. auch Handlungsansatz "7. Wertschätzung im Rahmen des Gesundheitsmanagements"). Hier bietet die BAköV zwei Seminare - jeweils mit zugehörigem Erfahrungsaustausch - an:

Ein ganzheitlich verstandenes BGM - so der gemeinsame Ansatz von BAköV und UVB (Unfallversicherung Bund und Bahn) - ist dabei ein wichtiger Beitrag eines wertschätzenden Umgangs mit allen Beschäftigten. Gerade beim Führen von BEM-Gesprächen geht es nicht nur darum, Sicherheit und Handlungskompetenz zu erlangen, sondern vor allem auch die Vermittlung der unerlässlichen Sensibilität im Umgang mit den BEM-Berechtigten.

PRAXISORDNER: "Kein Stress mit dem Stress"

Eine weitere wichtige Handlungshilfe stellt der speziell für die Bedürfnisse des öffentlichen Sektors konzipierte sog. Praxisordner "Kein Stress mit dem Stress" dar (Angebot der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), Projekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA)“, Stand Feb. 2016). Dieser Praxisordner soll das Bewusstsein für zentrale Aspekte der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz stärken. Der Ordner ist ein Arbeitsinstrument zur Nutzung im beruflichen Alltag. Speziell für Führungskräfte wurde außerdem ein eLearning-Tool entwickelt. Dieses steht auf der Website PsyGA sowohl online als auch als Download zur Verfügung. Perspektivisch werden im Rahmen des Projekts weitere Materialien und Themen ergänzt werden.

Diese und weiterführende Handlungshilfen und Informationen finden sich auch auf dem eigens eingerichteten Demografieportal der Bundesregierung (www.demografie-portal.de).

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