Besonderheiten für spezifische Zielgruppen
Multiplikatoren für den Kompetenzaufbau KI
Die Beschäftigten der Bundesverwaltung können durch diesen Lernpfad ein für ihr Tätigkeitsfeld individuelles Lernangebot in Form eines Pfades zusammenstellen. Diejenigen, die den Einsatz von KI in der Bundesverwaltung befürworten, unterstützen dies durch eigene Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen oder indem sie eigene Maßnahmen initiieren.
Angebote zum KI-Kompetenzaufbau gibt es viele: Zentral für die Bundesverwaltung über die BAköV, durch Dienstleister der jeweiligen Ressorts, durch die Datenlabore oder durch externe Schulungsanbieter.
Doch beim KI-Kompetenzaufbau gibt es auch Herausforderungen, z.B.:
- Beschäftigte können dem Einsatz von KI kritisch sehen.
- Beschäftigte haben keine Ressourcen während der Arbeitszeit, sich dem Thema KI in ausreichendem Maße nach Art. 4 AI Act zu widmen.
- Zuordnung und ggf. Dokumentation der Teilnahmen der verschiedenen Beschäftigten auf die Angebotsvielfalt zum KI Kompetenzaufbau.
Hierzu sind Rahmenbedingungen in Ihrer Behörde zu schaffen, die die Maßnahmen zum KI-Kompetenzaufbau unterstützen. Dazu gibt es kein Patent-Rezept: Durch Einbindung der Stakeholder, wie z.B. Personalrat, Informationssicherheits- oder Datenschutzbeauftragte, der IT- oder der Fortbildungsstellen sind individuelle hauseigene Lösungen, ggf. durch eine Dienstvereinbarung zusammen mit einem Schulungskonzept, möglich.
Auch die eigene Behördenkultur ist dafür maßgeblich: Sind Pflicht-Schulungen erforderlich oder kann durch Event-Tage, Gamification oder andere Maßnahmen die Schulungsmotivation gesteigert werden?
Bei der Beschaffung der KI-Systeme oder bei der Erstellung hauseigener Leitlinien zum Einsatz von KI sind geeignete Kompetenzmaßnahmen aller Beschäftigten nicht zu vernachlässigen, da diese die Einsatzmöglichkeiten von KI stark beeinflussen. Daher sollten die Möglichkeiten und Grenzen derartiger Kompetenzmaßnahmen in Ihrer Behörde frühzeitig berücksichtigt werden. Doch das Team der Beschäftigten, die dies vorbereiten, müssen zunächst eigene, tiefergehende KI-Kompetenzen aufbauen.
Dabei bildet sich ein kontinuierlicher Kreis, bei dem Beschäftigte individuell im Anforderungsprofil aufsteigen und dann später für andere Beschäftigte Maßnahmen ergreifen, die diese im Aufstieg der Anforderungsprofile unterstützt. Da KI sich stetig weiterentwickelt, wird sich auch der KI-Kompetenzaufbau entsprechend regelmäßig weiterentwickeln.
Diese Aufgabe der Multiplikatoren und Initiatoren für weitere Maßnahmen ist somit fundamental für den Einsatz von KI in der Behörde und kann nicht allein von Fortbildungsstellen getragen werden, die die entsprechenden inhaltlichen Kompetenzen aufbauen müssten. Die Fortbildungsstellen können wiederum Maßnahmen für alle Beschäftigten veranlassen. Daher ist die Zusammenarbeit zwischen Fortbildungsstellen und diesen Fachbereichen zu KI von großer Bedeutung.
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